Im Jahr 2025 jähren sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. Mit der Ausstellung
HOW TO CATCH A NAZI. Operation Finale: Die Ergreifung und der Prozess von Adolf Eichmann beteiligt sich das Filmmuseum Potsdam am Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten.
Nach dem feierlichen Festakt am 26. März 2025 präsentiert sich die Ausstellung nun der breiten Öffentlichkeit. Die Schau zeigt die Geschichte hinter der Entdeckung und Ergreifung von Adolf Eichmann, einem zentralen Holocaust-Täter, der schließlich 1961 in Jerusalem angeklagt und verurteilt werden konnte.
Dr. Michael Fürst, Leiter Filmmuseum Potsdam:
Der Fall Eichmann ist längst ein mediales Ereignis, das seit den 1960er-Jahren in rund 60 Filmproduktionen bearbeitet wurde, sowohl im Spiel- als auch im Dokumentarfilm. Zu unserem Selbstverständnis als Filmmuseum mit eigenem Kino gehört es, dass wir den Gegenstand Film auf der Leinwand präsentieren, in Anwesenheit von Gästen und mit anschließenden Gesprächen, in denen wir uns dem Ausstellungsthema aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern. Die Ausstellung weist vor allem darauf hin, wie wichtig es ist, die Verbrecher für ihre Taten in Form eines rechtstaatlichen Verfahrens zur Rechenschaft zu ziehen.
Günther Jauch, Schirmherr der Ausstellung:
HOW TO CATCH A NAZI erinnert an einen zentralen Moment der juristischen Aufarbeitung des Holocausts. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft möchte ich ein Zeichen gegen Antisemitismus und Geschichtvergessenheit setzen.
Im Rahmen der Ausstellung finden unterschiedliche Vermittlungsangebote statt, Schüler*innen durch die Ausstellung. Ein breites Veranstaltungsprogramm aus Filmen, Vorträgen und Gesprächen lädt zur vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven ein.
Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg:
Die Wahrheit über die Verbrechen des Nationalsozialismus darf nie in Vergessenheit geraten. Und wir müssen uns allen entgegenstellen, die versuchen, die Geschichte umzuschreiben. Damit wir eine lebendige Erinnerungskultur bewahren und das Verblassen der Erinnerungen verhindern, brauchen wir neue und innovative Formate, die auch junge Menschen aufrütteln und ansprechen. Dazu trägt das Filmmuseum Potsdam mit der Ausstellung bei. Sie wendet sich besonders an ein junges Publikum und setzt ein klares Zeichen für Demokratie, Aufarbeitung und Erinnerung. Dafür bin ich dankbar.
Informationen zur Ausstellung
Informationen zum Begleitprogramm
Informationen zum Vermittlungsprogramm
Pressefotos