Szenenbildnerin Susanne Hopf,
Mitglied der Andreas-Dresen-Film-Familie,
übergab dem Filmmuseum Potsdam ihre Arbeitsdokumente
Susanne Hopf ist Teil der Andreas-Dresen-Film-Familie, zu der nur gehören kann, wer Herz, Filmverstand und Treue in sich vereint und wie Dresen einen Sinn für Lebensrealitäten hat.
„Das Authentische, Wahrhaftige an Menschen und Orten interessiert mich, interessiert uns beide gleichermaßen.”, sagt Hopf und natürlich mögen Regisseur und Szenenbildnerin einander, denn seit nunmehr 16 Jahren sind sie als Arbeitspartner unzertrennlich.
Alfred Hirschmeier, temperamentvoller Nestor der DEFA-Szenenbildner, später Chef des Art Departments von Studio Babelsberg, war die begabte Volontärin Ende der 80er Jahre aufgefallen und er machte sie mit anderen Filmleuten bekannt, auch mit der Produzentin Cooky Ziesche, die bis heute das Teil des Dresen-Teams ist – so fand man zueinander.
Im Filmmuseum Potsdam trifft nunmehr die Sammlung Hopf auf die Sammlung Hirschmeier (er starb 1996) und ebenso auf die die Sammlungen Dresen und Greunig (Lola-Preisträgerin und Kostümbildnerin der Dresen-Familie). Hunderte von Motivfotos, Raum- und Ausstattungsentwürfe, grafische Entwürfe, Arbeitsfotos, Szenenfahrpläne, technische Zeichnungen und Produktionsunterlagen belegen Hopfs Arbeiten für Kino und Fernsehen.
Hopf, geboren 1965 in Dresden, absolvierte nach ihrem Abitur und einer Berufsausbildung ein Volontariat im DEFA Studio für Trickfilme (1984-85). 1985 bis 1987 studierte sie an der in Dresdener Kunsthochschule Kostümgestaltung. Theaterarbeiten (Bühnenbild, Kostümbild und Assistenz) führten sie nach Leipzig und Eisenach (1986-87). Nach einem Volontariat im DEFA Studio für Spielfilme (1988-89) studierte sie an der HfBK Dresden Bühnenbild (1989-91) und Szenografie an der HFF Potsdam (1991-97). Parallel zu ihrem Studium arbeitete Susanne Hopf für Studentenfilme, Ausstellungen, Theater, Kino und Fernsehen.
Früh begann ihre bis heute andauernde enge Zusammenarbeit mit Andreas Dresen: Sie entwarf die Sets für „Das andere Leben des Herrn Kreins“ (1993) und „Mein unbekannter Ehemann” (1994), „Raus aus der Haut” (1996), „Die Polizistin” (2000), „Halbe Treppe” (2001), „Willenbrock” (2004), „Sommer vorm Balkon” (2005)„Wolke Neun” (2008) und „Whisky mit Wodka” (2009).
Für Volker Schlöndorff schuf sie das Szenenbild für den Film „Die Stille nach dem Schuss”, zweimal arbeitete sie mit Didi Danquart zusammen („Bohai Bohau” und „Viehjud Levi”). Außerdem arbeitete Hopf für den SWF („Schlaflose Nächte”, Tatort), den ORB, den WDR („Weihnachten”), für RTL 2 („Die Cleveren”) und das ZDF („Geheime Geschichten”, „Kleine Schwester”).
Mehr Infos und Foto www.filmmuseum-potsdam.de/de/453-3202.htm

Bildunterschrift: Entwurf zu "12 Kinder" aus Susanne Hopfs Diplomarbeit an der HFF Babelsberg




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