Besuch der Grund- und Oberschule in Altenburg bis 1945, nach Kriegsende Aufbauklasse
1950
Abitur, anschließend Ausbildung zum Schmalfilmvorführer in der Volksbildung, Kreissekretär des Kulturbundes in Altenburg, Dramaturg und Regie-Assistent am Kreistheater Crimmitschau/Glauchau
1952
Regie-Studium an der Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste (FAMU) in Prag, gemeinsam mit den späteren DEFA-Regisseuren Ralf Kirsten und Konrad Petzold
1954
Regiedebüt mit
Wetterfrösche (Rozničky), eine kurze Dokumentarfilmübung
1955 - 1957
Neben dem Studium Praktika im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg, Assistent bei den Regisseuren Kurt Maetzig, Hans Müller und Kurt Jung-Alsen
1957
Frank Beyer und Françoise Spira bei den Dreharbeiten zu "Zwei Mütter" (1957); Foto: DEFA-Neufeld
Regie-Diplom für den bei der DEFA produzierten Spielfilm
Zwei Mütter
Beyer dreht freischaffend zwei Kurzfilme für die satirische Reihe der DEFA "Das Stacheltier".
1958
Festanstellung als Regisseur im DEFA-Studio für Spielfilme, wo er in den nachfolgenden Jahren fünf viel beachtete Spielfilme realisiert.
1966
Frank Beyer bei der Dreharbeiten zu "Spur der Steine" - Foto: K.-D. Schwarz
Verbot seines Filmes
Spur der Steine und Entlassung aus dem DEFA-Studio, danach am Dresdner Staatstheater
1967 - 1969
Theater-Inszenierungen am Staatstheater Dresden: "Altweibersommer" von Gerhard Rentzsch, Shakespeares "Komödie der Irrungen", Schillers "Die Verschwörung des Fiesko zu Genua", am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz/Zittau "Um 9 an der Achterbahn" von Claus Hammel und am Maxim-Gorki-Theater Berlin "Der Egoist" von Franz Freitag
1969
Frank Beyer bei den Dreharbeiten "Rottenknechte" - Foto: J. Wioland
Beginn der Arbeit für das Fernsehen der DDR, wo er die Mehrteiler
Rottenknechte (1970, 5 Teile) und
Die sieben Affären der Doña Juanita (1973, 4 Teile) dreht.
1975
Rückkehr zum Kinofilm mit
Jakob der Lügner. Die Co-Produktion mit dem Fernsehen der DDR wird zu Beyers national und international erfolgreichstem Film und erhält eine Oscar-Nominierung in der Kategorie "Bester ausländischer Film".
1977
Unterzeichnung der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR
Manfred Krug, Beyers männlicher Hauptdarsteller in seinem Film
Das Versteck, verlässt im Sommer die DDR, worauf der Film verboten wird und erst nach langen Kämpfen 1978 zur öffentlichen Aufführung gelangt.
1978
[ img:right:3336]Der Fernsehfilm
Geschlossene Gesellschaft entgeht knapp einem Aufführungsverbot und wird nach Programmverschiebungen spätabends ohne Presseankündigung ausgestrahlt. Beyers nächste Projekte, "Franziska Linkerhand" für das Fernsehen der DDR und "Der rote Ballon" für die DEFA, werden aus den Produktionsplänen gestrichen.
1978 - 1980
Mentor an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR in Potsdam-Babelsberg für die Nachwuchsregisseure Gabriele Denecke und Peter Kahane
1980 - 1981
Beyer erhält die Erlaubnis, in der BRD die Fernsehproduktionen
Der König und sein Narr nach dem Drehbuch von Ulrich Plenzdorf und
Die zweite Haut nach einem Buch von Klaus Poche zu realisieren.
1983
Frank Beyer bei den Dreharbeiten zu "Bockshorn" - Foto: K. Goldmann
Erneut tätig bei der DEFA mit der Verfilmung von Hermann Kants Roman
Der Aufenthalt und Christoph Meckels
Bockshorn
1984
Auf Intervention von polnischer Seite wird
Der Aufenthalt, offizieller Beitrag der DDR für die Berlinale, kurzfristig aus dem Wettbewerb genommen.
1987
Inszenierung des Kabarett-Programms "Auf dich kommt es an, nicht auf alle" an der "Leipziger Pfeffermühle"
1989 und 1991
Die Filme
Der Bruch und
Der Verdacht sind Beyers letzte Filme im DEFA-Studio für Spielfilme.
1991
Deutscher Filmpreis "Filmband in Gold" für das Gesamtwerk, in den nachfolgenden Jahren Fernseh- und Filmproduktionen u. a. für Allianz, UFA, Nova-Film, WDR
1993
Interview
Zwischentöne: Frank Beyer über Manfred Krug (TV / Regie: Ute Geisler)
Porträtfilm
Frank Beyer - Zwischen den Zeiten (TV / Regie: Kurt Barthel)
1998
Aus dem Projekt für den vierteiligen Fernsehfilm
Jahrestage nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Johnson wird Beyer kurz vor Drehbeginn herausgedrängt.
2001
Inszenierung "Der König und sein Narr" am Hans-Otto-Theater Potsdam
Frank Beyers Autobiographie "Wenn der Wind sich dreht. Meine Filme, mein Leben" erscheint.
1. Oktober 2006
Frank Beyer stirbt in Berlin nach langer schwerer Krankheit.